Grünefeld im Havelland  

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Einmalig in Deutschland

1379-2014
 
   
 
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Damals wie Heute eine Legende und das weit über die Grenzen Grünefelds hinaus!

 

THE
SUGAR BEATS

 

Eine Band sorgt für ausverkaufte Häuser!

 

Klaus Schilling,
Norbert Wolf,
Bernhard Sonnemann, Bodo Ritschel,
Dieter Franke

 
 

THE SUGAR BEATS - Die Story
50 Jahre The Sugar Beats, 1964-2014

 

Im Sommer 1963 trafen sich fünf Jugendliche in dem Havelländischen Dorf Grünefeld. Aus einer "Musiktruhe" im Gasthof Falkenberg hörten sie den Song "Memphis Tenessee". Die 14- bis 17-jährigen "Hatty", "Sonny", Dieter, "Swatzy" und "Fritze" waren wie elektrisiert: "Das müsste man auch können..." Zwei Wandergitarren waren schnell von irgendwo besorgt, der Song wurde bald nachgespielt und mitgesungen. Nun mussten nur noch die Klampfen elektrisiert werden. Also bastelte "Fritze" zum nächsten Wochenende einen Transistorverstärker, der seinen Platz in einer blechernden Reemtsma-Kiste fand und drei (!) Eingänge hatte: Zwei für die Gitarren und einen für ein Kristallmikrofon, das in ein Taschenlampen-Gehäuse hineingezaubert wurde - der Grundstock der Musikanlage war gelegt. Der Beat ließ die Jungen nicht mehr los.


  Die Kegelbahn des Gasthofes wurde großzügig als Proberaum zur Verfügung gestellt. Dort entstand ein erstes kleines Repertoire. "Sonny" erwies sich bald als engagierter Sänger und "Hatty" hing sich etwas um den Hals, das fachkundig als Sologitarre identifiziert wurde. "Swatzy" bekam den Auftrag, sich eine Bassgitarre zu besorgen und Dieter hatte sich irgendwo

eine Marschtrommel organisiert... Ein Name für die Band fand sich ohne lange Diskussion: THE SUGAR BEATS.

 

Die ersten öffentlichen Auftrittsmöglichkeiten waren Klassentreffen von befreundeten Mitschülern. Die waren begeistert, denn die Gruppe traf mit ihrem Beat den Zeitgeist. Im Sommer 1964 durften die SUGAR BEATS für eine andere Gruppe im Kulturhaus der Stadt Kremmen einspringen. Das Publikum entschied sofort, und die SUGAR BEATS wurden für Jahre die Hausband des Jugend-Clubs. In dieser Zeit veränderte sich das Outfit der Gruppe. Aus weißem Hemd mit schwarzer Weste und Zylinder (in Anlehnung an die LORDS) wurden grell bunte, teils geblümte Hosen und Hemden (wie Dave Dee & Co.).

 

"Hatty" wurde durch "Nobbi" als neuer Leadgitarrist ersetzt. Die Musik wurde härter und rockiger. Der gute Ruf der Band begann sich herumzusprechen - leider auch bis zu Leuten, die ganz andere Absichten hatten, als sich bei den Klängen der Beatles oder gar den Rolling Stones zu amüsieren...   

 

Die Kleiderordnung und das Repertoire der SUGAR BEATS riefen die Gralshüter des real existierenden Sozialismus auf den Plan. Die Beschützer der Kultur und der Ordnung und Sicherheit gaben sich die Klinken der Veranstaltungsorte in die Hand. Im Publikum versteckt, machten sie sich eifrig Notizen. Bei diversen Vorladungen musste sich die Gruppe im Rat des Kreises rechtfertigen, wegen der Nichteinhaltung der "Prozente" (60% Ost-Musik, 40% West-Musik) und wegen des Spielens jugendgefährdender Beat-Musik. Das Erscheinungsbild und der englisch klingende Name waren schließlich weitere Gründe, die Gruppe immer wieder mit Auftrittsverboten zu belegen. Mit der einen oder anderen Spende für Vietnam (damals im Krieg gegen die USA) und schließlich durch die feste Zusage, sich einen anderen Namen zuzulegen, konnte sich die Band wieder freikaufen. Der erste Auftritt unter dem neuen Namen DIE NAMENLOSEN war dann folgerichtig für einige Zeit auch wieder der letzte, wegen der "offenen Provokation..."

 

Hier gibts eine kleine Hörprobe der THE SUGAR BEATS
Um Anhören muss der Real Player installiert sein!
 

Erst als sich die Band in FARAGUS umbenannte (FA von Falkenberg und RAGUS = SUGAR, rückwärts gelesen), durfte sie wieder regulär auftreten. Trotz all dieser Schwierigkeiten verloren die Musiker nie ihren Optimismus und ihre Spielfreude. Bei den obligatorischen Einstufungsveranstaltungen, die u. a. für das Honorar der Amateurmusiker von entscheidender Bedeutung waren, erreichte die Band von Jahr zu Jahr immer höherer Bewertungen, besonders seit 1969 der Keyboarder Bodo Ritschel zur Gruppe gestoßen war und durch sein Instrumentarium und sein Talent den Sound entscheidend beeinflusste.

 

Auf dem musikalischen Höhepunkt trennten sich jedoch die FARAGUS im Herbst 1972.

 

Nach dem Fall der Mauer wurde die ständige Ausstellung im Haus der Deutschen Geschichte in Bonn u. a. um das Teilgebiet "Amateur-Tanzmusik in der DDR" erweitert. Dort wird durch eine glückliche Fügung auch der Werdegang der SUGAR BEATS in Bild und Text dokumentiert. Die SUGAR BEATS proben seit dem wieder in Grünefeld, jetzt in Sonny´s Keller - den Gasthof Falkenberg und die alte Kegelbahn gibt es längst nicht mehr - und haben Riesenspaß, wieder die alten Songs der 60´er zu spielen.


Und wenn es heute irgendwo heißt: "Die SUGAR BEATS" spielen", dann kommen viele der alten Fans ... und bringen ihre Kinder und Enkel mit, die genauso viel Spaß haben an den "alten" Knaben, die doch mit ihrer Musik so jung geblieben sind.   
     
  Kontaktadresse:
 

Bernhard Sonnemann

Bäckerweg 9a , 14621 Schönwalde-Glien OT Grünefeld
Telefon: 033230/503 22

     
 
 
Heimatverein
Grünefeld e.V.

Ansprechpartner

Petra Riedel
Paarener Straße 9
-Ortsteil Grünefeld-
14621 Schönwalde-Glien
  Telefon Mobil
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033230/20 846
0173/61 92 330
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